Sonnenblumenfreundschaft

Der Mann ist einsam. Also denkt er an seine Freundinnen, die er einmal hatte - oder auch nicht.  
Die Erinnerungen sind wie Blumen in einem grandiosen Blumenstrauss. Darin ragt eine Sonnenblume ganz besonders hervor. Sie scheint ewig frisch, ist immer stark. Es ist seine alte Liebe, vielleicht seine einzig wahre. Der Mann sieht diese prachtvolle Blume und erinnert sich.

„Liebst du mich?“
„Ja, ich liebe dich“, antwortete er.
„Wie fest liebst du mich?“
„Ich liebe dich, wie nichts auf der Welt.“
„Nur so wenig? Das ist nicht genug.“
„Plus der Himmel und der Mond und die Sterne?“
„Die Sonne auch?“
„Die Sonne, ja, und noch viel mehr.“
„Ich liebe dich."

Andere Blumen sind kleiner, auch schön, doch kommen sie nicht an die Kraft und Grandezza der Sonnenblume heran. Dennoch tragen sie hübsche Farben.

„Ich mag dich sehr.“
„Ich auch, das weisst du doch.“
„Wirklich, ich mag dich sehr....nur ....“
„Was nur?“, fragte er.
„Nun, das ist, wie soll ich sagen?“
„Sag schon, was du sagen musst.“

Wieder andere Blumen sind bereits dürr, ausgebleicht, matschig irgendwie.

„Wir passen nicht zusammen.“
„Wie meinst du das?“
„Du passt mir nicht.“
„Ich verstehe nicht.“ Er schüttelt den Kopf.
„Du gefällst mir einfach nicht.“
„Wie … wie soll ich das verstehen?“
„Du bist nicht sexy, so, jetzt weißt du es.“

Eine winzige Blüte ist das nur. Doch immer wenn er solche Blumen aussortieren will aus der Erinnerung, blühen sie erneut auf wie Wüstenblumen nach frischem Regen und die stumpfen Stacheln stechen wieder.





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