Das kleine Gespenst

Der Mann schaut zum Fenster hinaus. Es ist Abend - fast.
Die Tage sind kürzer geworden, das Licht ist matt.
Nun flieht es gänzlich aus dem Land.
Die Dunkelheit ist dünnes Gespenst erst, bald wird es stark sein.
Dieser neue Gast macht sich breit in der Gegend, besetzt die Strassen.
Ohne Scham klopft er an alle Fenster, zeigt, dass die Welt jetzt ihm gehört.
Der Mann hat keine Lust den Geist zu treffen, schaut lieber hoch.
Dort ist noch Licht, es zieht davon in Windeseile.
Es fällt Richtung Westen hinter das Ende der Welt.
Das Gespenst bleibt hier zurück, einsam und allein.
Morgen wird das Licht von Osten wieder kommen.
Vetreibt den dunklen Bruder rasch und unbarmherzig.
Bis dahin ist es noch weit, denkt der Mann.

Dann zündet er ein Licht an.

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