Der erfolgreiche Schriftsteller oder Venus, Mona, LeaLillith, Natascha, Simone, Lola

Der Mann hat ein Buch geschrieben. Also schickt er eine Leseprobe an ein paar Verlage. Die Frankfurter Verlagsanstalt will sofort das ganze Manuskript. Der Lektorin gefällt es wirklich gut. Also legt sie es Unseld vor.

Unseld!

Gott!

Der Mann wartet. Wenn das Buch gefällt, ist er Schriftsteller. Egal, wie viele Bücher verkauft werden. Er träumt von begeisterten Kritiken, von Leserinnen, die an seiner Türe läuten, von gierigen Augen, die ihn bei Lesungen auffressen. Endlich Erfolg! Nie mehr in fauligem Morast strampeln und nicht vorwärts kommen. Nie wieder Tage der völligen Erschöpfung, weil er für Geld arbeitet, dann zugleich schreibt und immer wieder schreibt und korrigiert und wiederschreibt und verbessert und alles wieder von vorne.
Die versprochene Antwort, ob die FVA das Buch nimmt, lässt auf sich warten.
Dann kommt ein Telefon.
Dem Mann schlägt das Herz in den Hals. Es ist die Lektorin der Frankfurter Verlagsanstalt. Sie ruft persönlich an.
„Ich habe es geschafft“, denkt der Mann und sein Herz pumpt sich hoch. „Wenn sie anruft, dann haben sie es genommen.“
„Mir gefällt das Buch sehr.“
Der Mann hält den Atem an.
„Auch Unseld hat es sehr gefallen.“
Der Mann entzückt. Nie mehr Sumpf, nie mehr Tausend tägliche Tode sterben.
Dann werden dem Mann die Arme abgeschlagen, der Kopf. Die Lektorin sagt: „Aber Unseld meint, dass die Erzählung keinen wirtschaftlichen Erfolg bringt.“
Den Rest des Gespräches nimmt der Mann wahr, wie einer, der den Körper schon verlassen hat. Er sieht sich selbst zu, wie er mit der Lektorin spricht.
„Sie möchten es also nicht?“
„… verlagsökonomisch … marketingtechnisch … Verkaufspotenzial …. ungenügend.“
„Es ist also nicht gut genug?“
„…Unseld … Erzählungen sind schwierig …. nichts über ihre Qualität … ich persönlich … Sie verstehen?“

Am Abend sitzt er wieder an seinen Computer. Er kann nicht anders. Er muss schreiben, schreiben, schreiben.
In seinem Blog hat er einen neuen Kommentar zu seiner letzten Kurzgeschichte bekommen.
Simone hat geschrieben. Das freut den Mann.
Dann schaut er nochmals die vielen Kommentare an, die er für seine Geschichten schon erhalten hat.
Verena hat geschrieben: „Ja, diese Geschichten gefallen mir.“
Natascha hat geschrieben: „Habe grad deinen Blog entdeckt. Sehr schöne Texte!“
Und LeaLillith hat auch geschrieben, dass sie seine Geschichten mag.
Sophia: „Mir gefallen deine Texte sehr sehr gut.“
Mona: "Ich komme gerne wieder zum Lesen vorbei."
Venus: „Ich finde deinen Schreibstil sehr schön.“
Der Mann liest die Kommentare. Er liest auch den von Lola: „habe mich gleich am letzten Post festgebissen. Das ist meiner Meinung nach verdammt gut geschrieben.“

Lola.

Verena, Simone, Natascha, LeaLillith, Sophia, Mona, Venus, Knittaxa, Marianne, AnaSzui.

Engel!







 
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Kommentare:

  1. mir gefällt so gut wie jede deiner geschichten, ich komme nur oft nicht dazu sie zu lesen.
    Und vielen, vielen dank für die Erwähnung, ist aber nur die Wahrheit :)
    ganz liebe Grüße!

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  2. Hallo :-)

    Ich denke, dass die Venus, die du erwähnst "ich" bin. Erstmal danke für die liebe Erwähnlung - ich habe mich gefreut.

    Freue mich auf deine kommenden Artikel.

    Alles Liebe

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  3. Ja, diese Venus bist du. Liebe Grüsse von Sternlein.

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  4. Mir gefällt vor allem dein Sprachstil, unabhängig von den Inhalten deiner Geschichten.
    Grüße, Verena

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  5. Das freut mich. Danke für Euer Lob.

    Liebe Grüsse
    Sternlein

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  6. sehr schön und wieder so schön traurig ...
    der mann ... bist du ?


    alles liebe simone

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  7. danke für deinen kommentar und dass du mich in einer deiner wundervollen geschichten erwähnst :)

    ♥Lea

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  8. @LeaLillith. Gern geschehen.
    @simone. Habe dich doch tatsächlich vergessen gehabt. Aber die Blogs kann man ja editieren. Guckst du jetzt...

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  9. PS @simone: Der Mann bin ich. Wahrscheinlich - und doch nicht. Der Mann kann jeder sein, wenn die Geschichte funktioniert.

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Danke für deinen Post!

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