ACHTUNG: Alarm Kindsentführung


Der Mann geht durch den Bahnhof in der Großstadt. Menschenmengen sind flirrend unterwegs. Plötzlich kommt eine Durchsage.

Ungewöhnlich.

Diesen Sprecher hat der Mann noch nie gehört. Sonst spricht der Computer, vielleicht mal eine Frau.
Der Beamte sagt: „Achtung: Alarm Kindsentführung. Bitte beachten Sie die Monitore.“
Der Mann geht zu einem Monitor hin. Dort werden die normalen Abfahrtszeiten der Züge gezeigt. Auf der untersten Zeile einzig die Meldung: „Achtung Alarm Kindsentführung. Bitte hören Sie Radio.“
Radio? Wo soll der Mann jetzt Radio hören?
Vielleicht gibt es auf dem mächtigen Bildschirm in der Schalterhalle mehr Info. Der Mann eilt dahin, blickt auf.
Keine Meldung über die Kindsentführung. Nur Niveacreme, Mobiltelefone, Raiffeisenbank. Glückliche Menschen.
Der Mann schaut um sich. Die Reisenden stressen zu den Zügen, oder stehen da und schauen in die Welt. Sie bestellen Billette, trinken Kaffee, kaufen CDs, Zeitungen. Sie lassen sich nicht beirren. Sie gehen ihren normalen Geschäften nach.

Der Entführer ebenso.





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